Elbnähe und hoher Grundwasserstand. In Geesthacht, Lauenburg,
Boizenburg und den Hamburger Elbvororten steht das Grundwasser vielerorts hoch. Keller,
die in den fünfziger bis siebziger Jahren gebaut wurden, haben dort oft nur einen
Bitumenanstrich als Abdichtung, nach fünfzig Jahren ist der versprödet.
Altbaubestand in Lübeck und Mölln. Die Altstädte sind geprägt von
Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert und älter, häufig ohne jede Horizontalsperre im
Mauerquerschnitt. Aufsteigende Feuchtigkeit ist hier der Regelfall, nicht die Ausnahme, erkennbar am waagerechten Feuchtestreifen über dem Sockel.
Feldstein- und Mischmauerwerk im Herzogtum Lauenburg. Auf dem Land
steht viel Bruchstein- und Feldsteinmauerwerk mit unregelmäßigen Fugen und Hohlräumen.
Druckinjektionen laufen dort ins Leere, deshalb arbeiten wir mit dem drucklosen
Verfahren, bei dem das Mittel nur dort abgegeben wird, wo es die Wand berührt.
Marschböden und bindige Böden. Rund um die Elbe und in den
Niederungen halten bindige Böden das Wasser an der Kellerwand, statt es versickern zu
lassen. Ohne Drainschutz vor der Abdichtung steht die Wand dauerhaft unter Last.